Mittwoch, 18. Februar 2009

Schon wieder ein perfekter Wintersonntag

... allerdings nicht wie dieser für Weicheier und Anfänger, sondern mit -15 Grad. Dafür aber mit Sonne, die schon nicht mehr ausschliesslich horizontal ein paar Strahlen hier und da rein zur Beleuchtung ausschickt, sondern schon eher einer Frühlingssonne mit Wärmkraft (so ca. von -15 auf -13). Und mit Märchenwald inklusive Hügel, zugefrorener Teiche und glitzernder Luft (wegen der Kälte) -- fast ein bischen kitschig. Sogar der Schnee war perfekt rutschig zum Skifahren... ach ja, natürlich hab ich keine Fotos gemacht. Wer konnte auch ahnen dass es so perfekte Motive gegeben hätte...

Wie man aber schon am Wort "Hügel" gemerkt haben könnte, waren wir am Wochenende nicht in Oulu sondern in der Weltstadt Kajaani, über die ich auch noch berichten werde, sobald ich meine Fotos sortiert habe.

Und ich finde es sehr gut, dass das gute Wetter neuerdings auch mal am Wochenende stattfindet. ;-)

Donnerstag, 12. Februar 2009

Rentierrennen

Am letzten Wochenende passierte so allerlei -- so fand am Samstag ein Rentierrennen statt mitten in der Innenstadt zwischen dem Hotel und der Kauppahalli.
Dank des Wetters konnte man auch gut sehen -- es waren nämlich nicht so wahnsinnig viele Zuschauer bei -15 Grad, starkem Schneefall und kräftigem Wind aufgeschlagen ;-)

Rentiere ziehen ihre "Fahrer" erstaunlich schnell -- obwohl sie so zierlich aussehen und selbst nicht viel wiegen. Ein Pony hat bestimmt dreimal so viele Muskeln... Wenn die Strecke etwas kurviger ist als hier ist wohl die Hauptkunst, nicht hinzufallen.
Aber seht selbst den Geschwindigkeitsrausch:


Die Zuschauer waren gut gewappnet:
Dieses Event warf bei mir mal wieder die Frage auf, wie man an solche Tiere herankommen könnte, schliesslich leben Rentiere in Finnland ja nicht völlig wild, sondern gehören "Rentierzüchtern". Nachdem ich das in der Kaffeepause ansprach, lag am nächsten Tag das "Rentierzuchtgesetz" auf dem Kaffeetisch (ich habe schliesslich hilfreiche Kollegen). Daraus ging hervor: Es wird sehr schwierig Rentiere zu halten, solange man im Ouluer Stadtgebiet wohnt (wer hätte das gedacht). Ich müsste entweder das Rentierzuchtgesetz ändern oder die Route des Kiiminkijokis nach Süden verlegen :-D

Ach ja, das Rentierrennen fand im Rahmen der "Poroferia" statt, eine Art lappisches Flamencofestival. Niemand weiss warum das so ist -- und die Flamencotänzer scheinen ziemlich gefroren zu haben.

Ansonsten beinhaltete dieses Wochenende einen sehr schönen Mädelssaunaabend der unschön um halb 2 durch eine SMS von Jyrki beendet wurde, in der ungefähr stand: "Falls du früher nach Hause kommst als ich, ich bin im Krankenhaus..." Alles wieder gut, es war ein allergischer Schock der ordentlich behandelt wurde -- aber schon ein bischen erschreckend.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Schneesturm

Seit gestern abend schneit es und weht dabei ganz ordentlich. Unser Hauseingang liegt genau so, dass wir den ganzen Schnee direkt vor die Haustür bekommen ( wäre sehr praktisch zum Skifahren, nur schade dass der Nachbar immer so eifrig Schnee schippt ;-). Lokal (also ca. 3 Meter um unseren Hauseingang) gabs heute bestimmt 30-40 Zentimeter Neuschnee -- an anderen Stellen allerdings überhaupt keinen. Ausserdem hab ich mal wieder herausgefunden, dass -13 Grad und ebensoviele Meter pro Sekunde Wind (mit umgekehrem Vorzeichen) ziemlich kalt sind, besonders wenn man den heutigen Bandprobenort nicht findet und draussen ohne Handschuhe telefoniert.

Ansonsten: Hurra! Es soll das ganze Wochenende schneien! Endlich Winter!

Sonntag, 1. Februar 2009

Perfekt

Heute mal zur Abwechselung ein Traumwintertag! Mit Sonne und bis zu -1 Grad warm! Normalerweise ist es sich um diese Jahreszeit ja so, dass man Sonne und -15 oder auch -25 Grad oder aber Wind, Schnee und Wetter etwas unter dem Gefrierpunkt hat.

Morgens vom Sonnenschein aufgeweckt (naja, nicht so besonders früh, aber immerhin) und natürlich sofort Skifahrpläne gemacht. Mit Jyrki im Gepäck mit so ziemlich sämtlichen Einwohnern Oulus an der besten Loipe getroffen und sie brüderlich mit Semiprofis, Dreijährigen, schnellen Omas und Sonntagsskifahrern geteilt.

Der Spuk war auch schnell wieder vorbei als auf den letzten zwei Kilometern starker Gegenwind aufkam und sich der Himmel in Rekordzeit bezog. Danach Wetter ignoriert, es wurde sowieso dunkel ;-). Pizza und Sauna. Ein perfekter Wintertag halt.

Euch allen einen guten Start in die kommende Woche!

Dienstag, 27. Januar 2009

Die spinnen, die Finnen [257]

Finnen rollen all ihre Bettwäsche in einer rituellen Weise zusammen (es gibt anscheinend nur eine gültige Art) und falten Plastiktüten zu Dreiecken.
Ich tue ersteres zwangsweise, weil die Bettwäsche ja völlig verknittern würde, wenn man sie einfach normal faltete (...argh ...) und man zwei Leute für diese Methode braucht -- und zweiteres aus Spass. Vielleicht halte ich mich doch schon zu lange in diesem Land auf...

Mittwoch, 21. Januar 2009

Das Lama schon wieder

Ist das eigentlich in Deutschland auch so, dass man täglich in den Wirtschaftsnachrichten von Entlassungen und Beurlaubungen hört? Besonders die Papier- und Schiffsindustrie scheint es zu treffen, aber auch bei einem unseren "Subcontractors" sind einfach mal ein Drittel der Angestellten beurlaubt worden. Und kann man in Deutschland seine Angestellten einfach so beurlauben, d.h. ein paar Monate lang einfach nach Hause schicken (natürlich ohne Gehalt)? In Finnland scheint das sogar ohne zeitliche Begrenzung zu gehen -- bloss dass die Angestellten irgendwann nicht mehr verpflichtet sind, wiederzukommen.

Lebensmittel sind zum Jahreswechsel ganz schön viel teuerer geworden, z.B. Fruchtquark, der sonst 80 Cent gekostet hat, was ja auch schon nicht so furchtbar günstig ist, kostet jetzt 1 Euro.
Wir vermuten, dass das dadurch kommt, dass die Mehrwertsteuer für Lebensmittel Mitte des Jahres abgesenkt werden soll und sich die Geschäfte verpflichtet haben, deshalb nicht die Preise zu erhöhen. Aber ein halbes Jahr geht das natürlich schon... naja, ist nur eine Theorie.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Die spinnen, die Finnen, oder: Der Fischstäbchendieb

Eine nette Zeitungsmeldung:

Ein dreizehnjähriger Schüler aus Vantaa nahm sich ein Fischstäbchen zuviel beim kostenlosen Schulessen -- und die Schule rief die Polizei. Begründung: Der Schüler weigerte sich das Fischstäbchen zurückzugeben und später auch mit Lehrern oder Psychologen zu sprechen. Die Polizei wurde geholt, um die Sicherheit der anderen Schüler zu gewährleisten.