Mämmi ist garnicht schlimm, es schmeckt wie Pumpernickel in Breiform. So ab und zu kann man das schon mal essen. Falls jemand vorbeikommen möchte: Ich hab noch 600 der 700 gekauften Gramm Mämmi übrig ;-)
Die Finnen sind sich übrigens sehr uneinig, ob Mämmi schmeckt oder nicht, in einer Umfrage der lokalen Tageszeitung fanden 47 Prozent Mämmi gut, der Rest war dagegen.
Jyrki musste natürlich im Gegenzug auch eine deutsche Osterspezialität verspeisen: Es gab russische Eier (Eigelb aus gekochtem Ei heraustrennen, mit Senf, Öl und Essig, Salz, Pfeffer und wasweissich vermischen, Eigelb wieder ins Ei einfüllen). Und er mochte sie überhaupt nicht.
Finnen finden es sowieso relativ merkwürdig Hühnereier zu Ostern zu verspeisen, es gibt hauptsächlich Schokoeier.
Dienstag, 14. April 2009
Finnisches Essen: Mämmi
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Imke
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20:42
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Sonntag, 23. November 2008
Finnisches Essen: Puolukkapiirakka
In der totgeglaubten Serie "Finnisches Essen" heute: Beerenkuchen (marjapiirakka), in diesem Fall Preiselbeerkuchen. Gewürzt mit Geschichten über Beerenpflücker.
Die Beeren für den Kuchen auf dem Bild stammen aus dem Wald von Kaarinas Eltern und ich habe sie sogar selber gepflückt (das ist schon ne ganze Zeit her).
Beerenpflücken ist in Finnland als echtes Hobby anerkannt und viele Leute betreiben es im Spätsommer und Herbst als Vollzeitjob um dann genug Beeren fürs restliche Jahr zu haben (und für schlechte Zeiten, falls mal in einem Jahr keine Beeren wachsen noch ein paar mehr...). In schlechten Beerenjahren kann man für Moltebeeren schonmal ein paar hundert Kilometer fahren.
Kommerzielle Beerensucher kommen übrigens jedes Jahr aus Asien um in Finnland das grosse Geld zu verdienen -- allerdings war es in den letzten Jahren wohl so, dass für die meisten trotz 14-Stunden-Schichten kaum Gewinn abfiel, weil das Geld für Flüge etc. draufging. Diese Leute suchen Beeren überall auch sehr nahe an bewohnten Häusern, was in Finnland eigentlich verboten ist. Ich hab auch schon welche in Linnanmaa am Fahrradweg, der zwischen Wald und Schnellstrasse verläuft, gesehen.
Hier das Rezept (hab ich mehrmals gebacken und der Kuchen hat nie länger als eine Stunde gehalten):
2 Eier,
1,5 - 2 dl Zucker, je nachdem ob süsse Beeren (z.B. Blaubeeren) oder saure Beeren (z.B. Preiselbeeren) verwendet werden
2 tl Vanillezucker
mehr als 3 dl Mehl (drei steht im Rezept, aber das war jedes Mal zu flüssig)
150 g Margarine
1 dl Milch
Beeren (Preiselbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren...)
Zucker und Eier mixen, dann den Rest (ausser den Beern) dazugeben. In eine passende Form füllen, mit Beeren bestreuen, bei 200 Grad 25-35 Minuten backen, fertig.
Das Gute an diesem Kuchen ist, dass sogar ich ihn backen kann ;-)
Ach ja: Sehr gut schmeckt Vanillesosse zum Kuchen!
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Imke
um
22:03
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Sonntag, 13. Juli 2008
Getränk mit Explosionsgefahr (Finnisches Essen [7])
... oder: Alkoholische Getränke selberbrauen.
Sima wird in Finnland traditionell an Vappu (1. Mai) getrunken. Bei Kaarinas Eltern gibt es das auch im Sommer als Erfrischungsgetränk. Letzten Sommer fand ich es etwas gewöhnungsbedürftig (vergorene Limonade mit Rosinen...), aber dieses Jahr sehr lecker. Natürlich habe ich keine Gefahren gescheut und versucht, Sima selbst herzustellen. Vor allen Dingen, weil ich von Kaarinas Mutter viel zu viel Rhabarber bekommen hatte. Normalerweise macht man Sima mit Zitronen, aber mit Rhabarber finde ich es sogar noch besser.
Simamachen nimmt drei Tage in Anspruch. Hilfreicherweise macht es sich hauptsächlich selbst. Also:
Benötigt werden: Je 200 Gramm weißer und brauner Zucker (Farinzucker),
mindestens 800 Gramm Rhabarber,
Hefe sowie
4 Liter Wasser.
Einen Teil des Wassers erhitzen und den Zucker darin auflösen. Rhabarber schnippeln und ebenfalls hinzugeben. Den Rest des benötigten Wassers kalt hinzugeben. Sobald das Gemisch handwarm ist, ein winziges bischen Hefe hinzugeben, vielleicht ein Achtel Teelöffel. Das Gebräu bis zum nächsten Tag stehenlassen. Es sieht dann vermutlich so aus:
Am nächsten Tag kann das (der, die?) Sima abgefüllt werden. Dazu die Rhabarberstücke entfernen, einen Teelöffel Zucker und ein paar Rosinen in jede Flasche füllen und dann mit Sima auffüllen. Verschließen und warten bis die Rosinen aufschwimmen. Vorsicht beim Aufmachen der Flasche -- am besten nicht zu voll machen. Und mein Sima hat sogar den Finnen geschmeckt ;-)
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Imke
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17:58
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Montag, 3. März 2008
Finnisches Essen [6]: Würstchen
Finnisches Grundnahrungsmittel.
Serviervorschlag: Mit Senf und über dem Feuer gegrillt.
Finnische Würstchen sind auf der Liste der ungesunden Nahrungsmittel bei meiner Mitbewohnerin weit oben, trotzdem werden sie häufiger mal verzehrt -- weil man sie so einfach mitnehmen kann und man in Finnland fast überall die Gelegenheit hat, ein Feuer zu machen.
Ansonsten gibt es nicht sehr viele Gründe diese Würstchen zu essen, sie bestehen hauptsächlich aus Mehl -- zumindest schmecken sie so. 60% Fleischgehalt und 80% Fleisch und fleischähnliche Stoffe, stand mal auf einer Packung... Die Konsistenz ist auch gewöhnungsbedürftig -- total ohne jede Struktur.
Die Finnen sind so an diese Würste gewöhnt, dass sie durchaus diskutieren können, ob die "mehligen" oder die weniger mehligen Würstchen besser sind. Wirklich ganz in Ordnung sind allerdings jene, in denen das Mehl durch Käse ersetzt ist.
Abgesehen von den "Einheitswürstchen" gibt es eine Ouluer Spezialwurst, die "Kärkkäri", oder offiziell "Käristemakkara". Die gibt es beim Grilli und mit Chili, Zwiebeln, Ketchup und Senf schmecken die ziemlich gut.
Und die Beilage ist natürlich auch wichtig: Senf. Brot oder Brötchen braucht hier irgendwie keiner.
Und er muss natürlich finnisch sein. Weil der "Turun Sinappi"(Turkuer Senf) neuerdings in Schweden oder sonstwo hergestellt wird, muss man "Auran Sinappi" nehmen, der irreführenderweise aus Turku kommt.
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Imke
um
19:00
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Montag, 24. Dezember 2007
Finnisches Essen [5]: Tähtitorttu
Zur Feier des Tages stelle ich mich der Herausforderung, den Backvorgang für "Sterntorten" oder "Weihnachtstorten" (joulutorttu, naja, nicht wirklich Torten...) auf komplizierte Weise zu erklären. Das ist bei so simplem Gebäck garnicht so einfach ;-).
Also: man braucht die im folgenden Bild befindlichen Zutaten und Werkzeuge (Anzahl 3, davon 2 Zutaten, 1 Werkzeug):
Man taue Zutat 1 (Blätterteigplatten) auf.
Sobald die Platten bereit sind, halbiere man sie und schneide eines der im nächsten Bild gezeigten Muster.
Danach kleckse man eine wohldosierte Menge der Zutat 2 (Pflaumenmus) in die Mitte (viel ist gut).
Nun falte man die Blätterteigplatte in der in den nächsten zwei Fotos gezeigten Weise.
Danach bei ca 200 Grad ca 10-15 Minuten backen.
Und dann möglichst warm essen. (Man kann auch sagen, dass sie nur warm oder am selben Tag gebacken schmecken...)
Bei dieser Backarbeit kann man seiner Kreativität so richtig freien Lauf lassen... naja, dafür kann man auch nur schwierig etwas falsch machen und sie schmecken gut.
Frohe Weihnachten!
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Imke
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11:38
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Sonntag, 4. November 2007
Finnisches Essen [4]: Pulla
Pulla -- Hefeteilchen mit Kardamom. Sehr lecker, deshalb hier ein Rezept, das zweimal sehr gut geklappt hat:
Zutaten:
5 dl Milch
50 g Hefe
1-2 Tl Salz
2 dl Zucker
1 El Kardamom
2 Eier
15 dl Mehl
150 g Butter oder Margarine
Hefe in der warmen Milch auflösen, Salz, Zucker, Kardamom und Eier vermischen, dann Mehl dazugeben und zu Teig verkneten. Zuletzt die Butter anwärmen und mit dem Teig vermengen.
Den Teig nun ca eine halbe Stunde gehen lassen. Dann kann er auf verschiedene Arten verarbeitet werden. Entweder einfach zu Bällen rollen oder zum Beispiel zu Zimtschnecken (Teig ausrollen, mit Butter bestreichen, Zimt draufstreuen und wieder einrollen) verarbeiten. Die Teilchen mit Ei bestreichen und mit grobem Zucker bestreuen. Bei 225 Grad nicht sehr lange backen. Fertig.
Ach ja: dl bedeutet Deziliter. Das ist die Einheit, in der in Finnland fast alle Rezeptangaben gemacht werden. Etwas ungewöhnlich, aber sehr praktisch, wenn man keine Waage hat ;-)
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Imke
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21:35
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Dienstag, 25. September 2007
Spargelkohl (Finnisches Essen [3])
Heute gibts in der Kantine unter anderem "Parsakaalikuorrutteinen kalapala, choronkastike(KUR), kermaiset tilliperunat(VL,G)".
Ich musste nachschauen was denn wohl "parsakaali" ist und das Nokia-Wörterbuch spuckte folgendes aus:
"parsa"= Spargel
"kaali" = Kohl (ok, das ist einfach)
"parsakaali" = Spargelkohl, Brokkoli
Kennt ihr irgendjemanden, der Brokkoli "Spargelkohl" nennt? Wikipedia kennt das Wort allerdings. Wieder was über die deutsche Sprache gelernt ;-).
Ach ja, und das ist das vollständige Gericht:
Brokkoliüberbackene Fischstücke (das ist echter Fisch), Sauce Choron (bekannt aus Aachens Mensa) und Sahne-Dill-Kartoffeln.
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Imke
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09:50
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Dienstag, 18. September 2007
Finnisches Essen [2]: Puuro

Puuro ist Getreidebrei. Den kann man (auch als Erwachsener) zum Frühstück essen, mit Beeren, Beeren"soppa" oder völlig unfinnisch und eher ungesund mit Bananen und Kakaopulver (Eigenkreation).
In den Supermärkten gibt es ein ganzes (langes) Regal mit verschiedenen Breisorten -- meine Mitbewohnerin besitzt auch so einige: für normale Tage, Sonntage, zum lang oder kurz kochen etc.
Finnen glauben, dass dieses Essen äusserst gesund ist, fest steht zumindest, dass es schön warm und schnell zuzubereiten ist.
Das wollte ich schon immer mal schreiben ;-)
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Imke
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11:12
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Montag, 2. Juli 2007
Finnisches Essen [1]: Viili
Heute morgen zum ersten Mal und als eine Art Joghurtersatz gegessen und direkt für seltsam aber nicht ungeniessbar (ich hab grad kein sz) befunden. Zumindest mit einer Menge Beeren und ein bischen Zucker schmeckt Viili so wie Kefir mit viel Kleber. Oder so. Auf jeden Fall eine interessante Esserfahrung. Und nein, es ist nicht schlecht geworden -- das gehört so. Behaupten die Finnen. Warum man Kefir mit Kleber herstellt weiss ich allerdings noch nicht so genau. Ich werde weitere Nachforschungen anstellen.
Bilder hab ich in der Eile (ich ziehe heute um!) nicht gemacht, aber hier war schon jemand beeindruckt von Viili:
http://usuarios.lycos.es/blif/?p=635
Ach ja: Ich muss ab jetzt doch mal ab und zu meine finnischen Esserfahrungen loswerden -- dies ist nur der Anfang...
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Imke
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14:59
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