... bekommen einen ganz anderen Stellenwert wenn man auswandert. Lesen ist mir ein Grundbedürfnis und bei meinen Eltern zu Hause gab es immer genug Bücher (Flohmarkt und Bücherhalle sei Dank). In meinem Studentenzimmer in Aachen konnte ich nur einen Bruchteil meiner Bücher unterbringen, aber hilfreicherweise war die Aachener Hauptbibliothek nur fünf Gehminuten entfernt. Da gab es fast alles -- ich kaufte mir nur besondere Bücher, also die, die ich mehrmals lesen wollte oder die aus irgend einem anderen Grund dringend in meinem Besitz sein mussten.
Und nun ziehe ich in die Einöde :-). Die öffentliche Bibliothek in Oulu ist mindestens so groß wie in Aachen und es gibt auch zwei Regalreihen deutsche Bücher, aber das Angebot ist schon beschränkt. Jetzt beim Packen bekomme ich gerade Torschlusspanik... was, wenn ich nicht genügend Bücher in Finnland habe? Es dauert auf jeden Fall länger mir welche zu besorgen als in Deutschland, vorher anschauen kann ich sie auch nicht und es ist teurer.
Ein anderer Aspekt ist, dass ich dann meine Bücher quasi allein lese. Man liest seine Bücher ja eh alleine, aber über Bücher zu reden und sie mal zu verleihen ist dann wohl schwieriger. Naja, mal sehen wie es so wird... wenn man keine Probleme hat, dann macht man sich welche... Gott sei Dank hab ich noch den Rest von meinem Bücherstipendium. Wenn ich das ausgebe ist vermutlich eher die Frage, wie ich die ganzen Bücher in nur einem Passat Kombi nach Oulu bekomme :-)
Donnerstag, 24. April 2008
Deutschsprachige Bücher
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Imke
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Labels: Auswandern
Montag, 21. April 2008
Die Sprache der Eingeborenen [3]
Ein sehr wichtiges Element der finnischen Sprache sind die Schimpfwörter.
Mit diesen kam ich schon recht früh durch eine Liste auf dem Kaffeetisch bei der Arbeit in Berührung. Diese Liste beinhaltete "finnische Sprichwörter. Jemand hatte sie aus dem Internet ausgedruckt (vielleicht von hier) und ab und zu schrieb jemand noch etwas Passendes dazu.
Die Liste begann mit "Ajaa kuin pulloperse sika." Schon mal ein guter Anfang, jedoch war kaum jemand dazu zu bringen, mir die wirklich interessanten Wörter zu übersetzen...
Es hat allerdings nichts genutzt, inzwischen habe ich trotzdem auch in dieser Hinsicht ein recht umfangreiches Vokabular.
Um jedoch allen anderen Finnischlernern zur Seite zu stehen, hier der ultimative Sprachkurs (auch hilfreich für alle, die schlechten finnischen Humor studieren wollen):
Und nicht zu vergessen, der fluchende Igel:Sehr populär in Finnland und auch meine Schwester fand ihn gut (ich habe einen Button importiert). Warum ist mir noch nicht ganz klar, aber einige finde ich auch lustig...
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Imke
um
19:44
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Labels: Finnisch
Dienstag, 15. April 2008
Umziehen heißt aussortieren...
Die Aufenthaltsgenehmigung meines armen Schlagzeugs bei meinen Eltern läuft ab, und nach Finnland kann es auch nicht mitkommen (also ja, es passt ins Auto, aber dann kann nicht mehr viel anderes mit). Also wird es morgen (oder so) einen neuen Besitzer bei Eb.ay suchen -- und mir wird ein bischen komisch, besonders als ich mich beim Fotografieren dann doch nochmal dransetzen musste... immerhin ergab das lustige Fotos (und war erstaunlich laut). Aber die Becken dürfen hier bleiben und sind der Grundstock fürs nächste Schlagzeug irgendwann... Oder sucht jemand ein Schlagzeug?
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Imke
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17:27
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Labels: Ausserfinnisches, Umzug
Sonntag, 13. April 2008
Nennt mich einfach Dipl. Ing ;-)
Geschafft!
Der Vortrag war letztendlich sogar recht entspannt (obwohl ich durch Auslassungen von Grundlagen und Erhöhen der Geschwindigkeit die Länge des Vortrags von 45 auf 35 Minuten drücken konnte). Am Ende ging im Fragenteil mit meinem (finnischen) Professor und seinem Assi auch darum, wieviele meiner Chips man bräuchte, um eine Sauna zu bauen und um schwedisch/finnische Rivalitäten (resultierend aus der Frage, warum die Nyquistfrequenz nach Nyquist heisst, und ob Finnen stolz darauf sein sollten ;-) )
Und schliesslich habe ich sogar noch nen Hut (geliehen) bekommen ;-) Alle die noch nicht wussten wie ein Diplinghut aussieht, seht her. Allerdings finde ich den von Karen immer noch besser. Aber sowas dauert mir im Moment zu lange...
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Imke
um
16:25
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Labels: Ausserfinnisches, Diplomarbeit
Sonntag, 6. April 2008
Schneewörter einmotten
Jetzt wo der Schnee im Garten schon teilweise den Blick auf gelbgraues Gras freigibt, ist eine gute Gelegenheit, im Kopf aufzuräumen und die Schneewörter einzupacken -- für nächstes Jahr ;-).
Ein Freund sagte neulich, im Finnischen gäbe es nur ein Wort für Schnee -- alle anderen würden etwas anderes bedeuten. Zumindest aber gibt es recht viele Wörter, die mit Schnee zu tun haben und vermutlich als "Schnee" ins Deutsche übersetzt werden würden:
Lumi -- Schnee
Räntää -- Schneeregen
Loska -- nasser Schnee auf dem Boden
Hanki -- Schnee, der geschmolzen und dann wieder gefroren ist -- Firn also quasi ;-)
Umpihanki -- unberührter Schnee (auch "ungefirnt")
Kinos -- Schneehaufen/Schneewehe
Nuoskalumi -- "Schneemannschnee"
Tykkylumi -- Schnee, der an Bäumen festklebt
Pyry -- Schneesturm
So, jetzt kann ich sie erstmal vergessen und im nächsten Herbst hier wieder abholen ;-)
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Imke
um
09:26
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Freitag, 4. April 2008
Frühling, Stufe 2
Die Stufe 2 des Frühlings tritt dann ein, wenn der Schnee auf Straßen und Wegen geschmolzen ist. Dann kommt die Staubzeit -- gerne kombiniert mit der Sturmzeit. Anscheinend lagert sich im Schnee alles mögliche ein und wird jetzt wieder frei. Von den Tonnen Split mal abgesehen, die auf den Gehwegen gestreut sind. Der Split wird übrigens bald wieder eingesammelt und dann nächstes Jahr wieder benutzt -- sagen meine Arbeitskollegen (ich glaube ihnen mal).
Ansonsten scheint allerdings gelegentlich die Sonne und man kann den Frühling schon riechen und hören. Am Dienstag hab ich sogar schon vier Gänse gesehen.
Trotzdem freue ich mich sehr auf den hamburger Frühling (Nieselregen, Schmuddelwetter... hoffentlich nicht) -- denn bis hier in Oulu irgendwas grünt oder gar blüht dauert es bestimmt noch, bis ich wiederkomme.
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Imke
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Labels: Frühling
Mittwoch, 2. April 2008
Die Sprache der Eingeborenen [2]
Die Finnen haben eine andere Einstellung zu ihrer Sprache als die Deutschen: Sie erwarten nicht, dass Ausländer sie sprechen können, bieten aber ne Menge Möglichkeiten an, sie zu lernen. Ich glaube, das ist in Deutschland umgekehrt...
In der Tat ist Finnisch nicht besonders verwandt mit den Mitteleuropäischen Sprachen, sondern mit Ungarisch und Estnisch -- für Mitteleuropäer sind viele Wörter und die Grammatik etwas ungewöhnlich. Innerhalb Nokias soll es angeblich als "zusätzliche Sicherungsmaßnahme" angesehen werden, dass ein Großteil des Emailverkehrs in Finnisch abläuft -- also für die meisten Erdenbürger unverständlich (und natürlich auch keinesfalls dechiffrierbar) ist.
Nachdem ich inzwischen einigermaßen Finnisch verstehe, reagieren manche Leute darauf folgendermaßen (halb im Spaß, aber vollkommen erstaunt): "Was, du kannst mich verstehen, wenn ich Finnisch rede? Dann muss ich ja jetzt aufpassen, was ich sage..." ;-)
Als ich gerade nach Finnland gekommen war, sagte ein Kollege vollen Ernstes: "Ich würde nur dann anfangen Finnisch zu lernen, wenn ich plante, sehr lange oder sogar für immer in Finnland zu bleiben."
Ich weiß diese Haltung noch nicht zu interpretieren -- warum ist das so?
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Imke
um
14:56
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Labels: Finnisch, Mentalität