Normalerweise kommt man innerhalb von ungefähr sechs Stunden von Oulu nach Hamburg, bloss ist das im Sommer plötzlich ziemlich teuer, besonders wenn man nur ein paar Wochen vorher weiss, wann man genau fahren möchte.
Also nahmen wir eine interessantere Route: Bahn, Ryanair und Bus. Mit dem Nachtzug von Oulu nach Tampere zu fahren ist trotz relativ gemütlicher Kabinen etwas stressig, weil die Fahrt einfach zu kurz ist: Es geht um Mitternacht los und man ist um zehn vor sechs am Ziel. Der Flug von Tampere geht natürlich erst um 10. Zu erwähnen ist, dass Ryanair inzwischen direkt von Tampere nach Bremen fliegt -- sehr praktisch und vor allem geldbeutelschonend.
Am Ende ging es dann mit dem Bus von Bremen nach Hamburg, inklusive einer Stadtrundfahrt mit Aussenbezirken, weil die Autobahn völlig verstopft war. So fuhr der Bus von Hollenstedt durch gemütliche Dörfer in den Freihafen und über die Köhlbrandbrücke (eine der höchsten Erhebungen in Hamburg) in die Innenstadt.
Morgen gehts weiter, ich bin jetzt zu müde und der Bericht wird noch etwas länger. Bilder gibts auch. Später.
Dienstag, 12. August 2008
Sommerurlaub, Teil 2a
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Imke
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Montag, 11. August 2008
Sommerurlaub, Teil 1
Eine Regenwoche in Lappland im Sommerhaus von Jyrkis Eltern. Wir haben unter anderem eine Hochzeit besucht, die an der Baumgrenze des Yllästunturi stattfand. Etwas seltsam, wenn man fast niemanden kennt, nichtmal das Hochzeitspaar. Ein in meinen Augen etwas komische Sitte der Finnen ist, dass das Hochzeitspaar die ganze Hochzeitsfeier lang an einem separaten Tisch zu zweit sitzt. Das kann man ja auch ohne die ganzen Gäste den Rest seines Lebens noch machen...
Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Kommunikation mit Jyrkis Verwandschaft, die fast geschlossen kein Englisch spricht, inzwischen ganz gut klappt. Ich habe tatsächlich eine über zwei Stunden dauernde, als Kaffeetrinken getarnte, Inquisitionsveranstaltung mit Eltern und Oma überstanden ;-).
In einer Regenpause kam ich auf die Idee, im Ounasjoki hinterm Haus schwimmen zu gehen. Das Wasser war garnicht so kalt. Lediglich einige Verhaltensregeln sind zu beachten:
Man sollte die Zeit vor und nach dem Baden mit freiliegender Haut so kurz wie möglich halten. So schnell wie möglich ganz ins Wasser eintauchen und nach dem Bad direkt das Handtuch greifen und während man ins Haus rennt mit schlagenden Bewegungen die Mücken vom Körper fernhalten.
Die Mücken gediehen prächtig, denn es war schwül und regnerisch. Interessanterweise verhalten sich Mücken in Lappland anders als die um Oulu. Während die Ouluer Mücken um ihr Opfer herumfliegen um einen geeigneten Platz zu finden und dann gezielt zuzustechen, verfolgen die lappischen Mücken eine einfachere Taktik: Sie stürzen sich von allen Seiten auf ihr Opfer und stechen zu egal wo. In ihrem Eifer trinken sie manchmal so viel Blut, dass sie daran elendig zugrundegehen. Welche Taktik die bessere ist, kann ich leider nicht beurteilen.
Ausser ausgiebigen Mückenstudien gaben wir uns hauptsächlich entspannenden Regentagsbeschäftigungen hin: Lesen, Spielen, Musizieren, Boote schleppen, Grillen in der Grillhütte, Sauna...
Erstaunlicherweise war die Lapplandwoche trotzdem ziemlich schnell um, weiter gings nach Oulu und dann mit dem Nachtzug nach Tampere, auf den Weg zum Sommerurlaub Teil 2.
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Imke
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19:13
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Sonntag, 10. August 2008
Wieder da!
Der Rückweg nach Finnland ist ganz schön lang, wenn man ihn mit Fähre und Motorrad zurücklegt und sich dabei nicht langweilen will.
Jetzt erstmal schlafen und dann eine Woche bei der Arbeit ausruhen bis es mit Urlaub Teil 3 weitergeht. Von den Teilen 1 und 2 wird morgen hoffentlich berichtet.
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Imke
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21:59
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Labels: Urlaub
Samstag, 2. August 2008
Deutschlernen mit Mülleimern
Jyrki lernt deutsch im Vorbeigehen.
Viele Grüße aus Hamburg!
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Imke
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10:14
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Labels: Hamburg
Sonntag, 13. Juli 2008
Getränk mit Explosionsgefahr (Finnisches Essen [7])
... oder: Alkoholische Getränke selberbrauen.
Sima wird in Finnland traditionell an Vappu (1. Mai) getrunken. Bei Kaarinas Eltern gibt es das auch im Sommer als Erfrischungsgetränk. Letzten Sommer fand ich es etwas gewöhnungsbedürftig (vergorene Limonade mit Rosinen...), aber dieses Jahr sehr lecker. Natürlich habe ich keine Gefahren gescheut und versucht, Sima selbst herzustellen. Vor allen Dingen, weil ich von Kaarinas Mutter viel zu viel Rhabarber bekommen hatte. Normalerweise macht man Sima mit Zitronen, aber mit Rhabarber finde ich es sogar noch besser.
Simamachen nimmt drei Tage in Anspruch. Hilfreicherweise macht es sich hauptsächlich selbst. Also:
Benötigt werden: Je 200 Gramm weißer und brauner Zucker (Farinzucker),
mindestens 800 Gramm Rhabarber,
Hefe sowie
4 Liter Wasser.
Einen Teil des Wassers erhitzen und den Zucker darin auflösen. Rhabarber schnippeln und ebenfalls hinzugeben. Den Rest des benötigten Wassers kalt hinzugeben. Sobald das Gemisch handwarm ist, ein winziges bischen Hefe hinzugeben, vielleicht ein Achtel Teelöffel. Das Gebräu bis zum nächsten Tag stehenlassen. Es sieht dann vermutlich so aus:
Am nächsten Tag kann das (der, die?) Sima abgefüllt werden. Dazu die Rhabarberstücke entfernen, einen Teelöffel Zucker und ein paar Rosinen in jede Flasche füllen und dann mit Sima auffüllen. Verschließen und warten bis die Rosinen aufschwimmen. Vorsicht beim Aufmachen der Flasche -- am besten nicht zu voll machen. Und mein Sima hat sogar den Finnen geschmeckt ;-)
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Imke
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17:58
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Labels: Essen
Donnerstag, 10. Juli 2008
Spiegel Online schreibt über das Leben in der finnischen Gemeinde Eurajoki. Dort gibt es ein Atomkraftwerk und die Leute leben dort ganz idyllisch und seltsamerweise ohne Angst und Schrecken, dass jederzeit ein Störfall eintreten könnte.
Ich frage mich, was die Leute da sonst machen sollen -- wer nicht beim Atomkraftwerk leben will, wohnt da vermutlich nicht (mehr). Ich finde es eher kurzsichtig in Deutschland hysterisch die Schliessung von deutschen Atomkraftwerken zu fordern und dann gemütlich mit grenznahem tschechischen Atomstrom fernzusehen.
Die Sichtweise der Finnen die ich kennengelernt habe auf Atomkraft ist nicht so negativ wie in Deutschland. Während in Deutschland die Grünen Kohlekraftwerke bauen wollen, halten die Finnen das für das schlechteste, was man machen kann (hoher CO2-Emissionen, schlechter Wirkungsgrad). Wasserkraft klingt toll, ist aber auch zwiespältig, zumindest schwer auszubauen, denn in einem platten Land wie Finnland müssen Stauseen sehr gross sein und durch die verstärkte Strömung werden Schwermetalle aus dem Boden geschwemmt (was man nicht alles im Finnischunterricht lernt...). Hier im Norden wird auch gerade ein Atomkraftwerk geplant und der genaue Standort entscheidet darüber, welche Gemeinde die Arbeitsplätze bekommt. Es wäre sicherlich besser, den Stromverbrauch zu senken und keine Atomkraftwerke zu bauen. Da das aber wohl nicht der Fall sein wird, ist mir ein Atomkraftwerk in Kemi (100km entfernt, in Finnland) lieber als eins an der russischen Grenze (300km entfernt).
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Imke
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18:41
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Labels: Finnland, Nachrichten
Freitag, 4. Juli 2008
Der finnische Sommer ist kurz...
...deshalb hab ich im Moment nicht besonders viel Zeit zum Bloggen. Aber keine Angst, ich komme schon wieder dazu, sobald der Sommer vorbei ist. Vielleicht morgen oder so ;-)
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Imke
um
13:02
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Labels: Sommer